„Rudern fürs Leben“ unter diesem starken Leitmotiv werde ich an der Talisker Whisky Atlantik Challenge 2024 als Solo-Ruderer teilnehmen.

Atlantik Challenge

Die Atlantik Challenge wird als eines der taffsten Ruderrennen der Welt bezeichnet. Der Start zu dieser jährlich wiederkehrenden Veranstaltung ist Mitte Dezember. Wie alle früheren Seefahrer startet das Rennen von der Insel La Gomera (Kanarische Inseln) genauer gesagt im Hafen von San Sebastian de la Gomera. Der Zielhafen liegt mit Kurs Westsüdwest in der Karibik auf der traumhaften Insel Antigua. Dazwischen befindet sich lediglich der Atlantik mit einer Strecke von 3000 Seemeilen oder umgerechnet 5500 Kilometer. Damit Du Dir dies etwas plastischer vorstellen kannst, wie lange solch eine Überquerung dauert, rechne ich mit einer Zeit für mich als Solo-Ruderer von mindestens 60 bis hin zu 90 Tagen. Spätestens hier muss einem klar werden, worauf man sich dabei einlässt. Die Veranstalter arbeiten hier sehr professionell und bieten allen Teams die bestmögliche Sicherheit an.
Um überhaupt qualifiziert zu werden, müssen aus Sicherheitsgründen verschiedene Pflichtkurse absolviert werden. Hierzu gehören unter anderem: Erste Hilfe See, Sicherheitstraining, Ausbildung in Navigation sowie Wetterkunde, Funkzeugnis und eine 120 Stündige Fahrt auf dem eigenen Ruderboot. Es werden für diese Challenge spezielle Ozean taugliche Ruderboote zum Einsatz kommen. Grundsätzlich gibt es Bootsklassen vom Einer bis zum Fünfer Boot. Ich hingegen habe mich ja für ein Solo Ruderboot entschieden. An Bord eines solchen Hightech Ruderbootes befinden sich alle möglichen technischen Einrichtungen angefangen bei der Navigationsausrüstung, Funkgeräte, Satellitentelefon, Ortungsgerät für den Notfall, Alarmknopf, Rettungsinsel, Solaranlage und eine Entsalzungsanlage zur Wasseraufbereitung.

Mit dieser Challenge unterstützen wir aktiv den gemeinnützigen Verein Mukoviszidose e.V. in ihrer Arbeit für das Wohl aller von dieser unheilbaren Krankheit betroffenen Menschen. Der gesamte Gewinn wird zu 100 % an den Verein gespentet.

Unser Slogan „Rudern fürs Leben“ lehnt sich direkt an den jährlich im April stattfindenden Ditzinger Lebenslauf mit dem Motto „Lebenslauf“ an. Hierbei handelt es sich um einen in der Region Stuttgart sehr bekannten Benefizlauf.

Der Solo-Ruderer

Seit meiner Kindheit wollte ich Kapitän auf großer Fahrt werden und zur See fahren. Na ja zumindest bis zu dem Zeitpunkt als meine Mutter mir zu erklären versuchte, dass man fürs Kapitänspatent studieren müsste und dafür ein Abitur benötige. Dies wäre jedoch nicht möglich, weil bereits ein Bruder studiert und mehr könnten wir uns nicht mehr leisten (Wir waren Zuhause 6 Kinder und mein Vater war Schneider und hatte somit ein eher geringes Einkommen). Nach einiger Zeit kam ich dann wieder freudenstrahlend auf meine Mutter zu und erklärte ihr voller Stolz: „Wenn ich nicht Kapitän werden kann, dann werde ich eben Matrose!“. Mein Traum habe ich insofern verwirklicht, dass ich 4 Jahre bei der Bundesmarine war und einige Jahre als Crew Mitglied auf dem umgebauten Segelschulschiff „Roald Amundsen“ mitgesegelt bin. Dann während meiner Ausbildung zum Sport- und Gymnastiklehrer an der Glucker Schule hat mich auch das „Lauf-Fieber“ erwischt. Schuld war auch der „Lebenslauf“ in Ditzingen bei dem ich in einem Jahr den ersten Platz in der Kategorie Einzelläufer mit dem höchsten erlaufenen Kilometer erzielt habe. Inzwischen konnte ich auch den ein oder anderen Marathon finishen. Meine Weiterbildung zum Personal Fitness Trainer ermöglicht es mir, mich Selbst recht gut auf die körperlichen Herausforderungen vorzubereiten. Die Ausbildung zum Professionellen Sport Mental Coach an der Kleinbeck Akademie wird mir auf diesem langen „Törn“ sicher noch sehr hilfreich sein.

Team „All4One“

Unser Team Name „All4One“ steht dafür, dass wir uns ALLE für EIN gemeinsames Ziel einsetzen werden. 20 Mitglieder umfasst mein großartiges Team, welches mir mit Rat und Tat zur Verwirklichung meines Abenteuers zur Seite steht. Angefangen von einer Ernährungsexpertin, Sportphysiotherapeutin sowie einem Sportwissenschaftler für Leistungsdiagnostik und einem Rudertrainer bis hin zu einem Experten in Sachen Coaching und Podcast.

Der Bootsname „MARS“

Meine Name Martin kommt aus dem lateinischen und bedeutet sinngemäß „der dem Kriegsgott Mars geweihte“. Damit möchte ich auf unseren gemeinsamen „Kampfgeist“ im Team hinweisen. Es ist uns allen klar, dass bis zur Ankunft Mitte Februar 2025 auf Antigua noch viele Herausforderungen zu bewältigen sind. Ich möchte damit auch aufzeigen, dass es sich lohnt für seine Träume und Visionen zu kämpfen. Ja, auch gerade, wenn Dein Traum für viele fremde Menschen als nicht machbar erscheint. Bleib Dir stets treu und glaube zu jeder Zeit an Dich und Deine ureigene Kraft in Dir. „Mach Dein Ding“ mit diesem Song hat es Udo Lindenberg wunderbar beschrieben.

Das Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Wissenschaftlich begleitet wird das Team „All4One“ während der Challenge von dem ICBM und im speziellen von Prof. Dr. Oliver Wurl und Prof. Dr. Oliver Zielinski mit dem Fachgebiet zur Untersuchung der Meeresoberfläche. Wir werden gemeinsam meine Fahrt über den Atlantik nutzen, um mehr über die sogenannten „Slicks“ (Slicks sind wellenglättenden Phänomene, die durch starken Anreicherungen von oberflächenaktiven Substanzen auf Meeresoberflächen entstehen, und durch stark geänderten Lichtreflektionen auf der Meeresoberfläche gut sichtbar sind) auf den Ozeanen herauszufinden. Es gibt hierzu noch zu wenige Daten über die Anzahl und jeweilige Größe auf dem Atlantik. Daher werden verschiedene Kameras auf meinem Ruderboot installiert und in kurzen Intervallen Fotos von der Meeresoberfläche gemacht. Ich freue mich auf jeden Fall über diese wunderbare Zusammenarbeit mit dem ICBM. Es ist schön zu sehen, dass diese Fahrt noch einen weiteren Mehrwert aufweist, der letzten Endes uns allen zugutekommen wird.

Erklärung zu den Slicks_10.06.2021

80 % erfüllt bei Erreichen der Startlinie!

Ja Du hast richtig gelesen, denn genau dies prognostiziert der Veranstalter den Teilnehmern der Atlantik Challenge. Die größte Herausforderung liegt bereits in der Vorbereitung zum eigentlichen Rennen. Das heißt ganz konkret, wenn Du es schaffst die gesamten Kosten durch Sponsoren finanziert zu bekommen, alle Schulungen im Vorfeld erfolgreich absolvierst und Dein Training konsequent durchführst, wären etwa 80 Prozent der gesamten Anstrengungen erledigt. „Sprich jedes Team, das sich mit seinem Boot an der Startlinie im Hafen von San Sebastian la Gomera befindet, ist eine Zieleinfahrt auf Antigua im Grunde nicht mehr zu nehmen.“
Um hier auf dem Punkt zu kommen das Team „All4One“ braucht neben Eurer mentalen Unterstützung auch eure finanzielle Unterstützung. Am Ende kommt euer Geld den Menschen, die durch den Verein Mukoviszidose unterstützt werden, zugute. Im Namen aller Betroffenen bedanke ich mich hier schon für Deine Unterstützung…
Du möchtest uns unterstützen, dann überweise Deinen Dir möglichen Beitrag auf folgendes Konto:
Bank: PSD GiroDirekt
IBAN: DE75 7609 0900 4573 7816 00
Verwendungszweck: Rudern fürs Leben – Atlantik Challenge 2024
Die Spende wird ausschließlich für den oben genannten Zweck verwendet. Die Aufsicht und rechtmäßige Verwendung der Gelder übernimmt Rechtsanwalt Konrad Wiggenhauser.

Soziale Medien

Gerade solch großartigen Projekte können heutzutage fast nur mit der entsprechenden Sichtbarkeit auf den unterschiedlichen sozialen Medien bewältigt werden. Hierfür bin ich sehr dankbar den erfahrenen Podcaster Thomas Reich an meiner Seite zu haben. Wir werden euch mit einer eigenen Podcast Serie monatlich über den Entwicklungsprozess auf dem Laufenden halten. Der geplante Start ist am Samstag, 12. Juni 2021.
Ich werde Euch mit verschiedenen Posts auf Facebook und Instagram über mein Training, meine allgemeinen Fortschritte mit allen Hochs und Tiefs informieren. Diese dürft Ihr dann gerne positiv kommentieren und liken . 😊

Das Training

Es sind noch fast 3 ½ Jahre (Stand Mai 2021) bis zum großen Showdown, daher kann ich es entspannt aber konsequent angehen lassen. Ein wichtiger Bestandteil des Trainings findet auf dem Ruderergometer zuhause statt. Ab dem Sommer 2021 wird dies ergänzt mit einem Rudertraining auf dem Bodensee. „Um eine derart lange Ruderdistanz zu bewältigen, bedarf es einer sehr guten und ergonomischen Rudertechnik.“ Denn nur so gelingt es mir meine begrenzten Ressourcen zu sparen und jeden einzelnen Ruderschlag so effizient wie möglich auszuführen. Dafür kommt ein spezielles Küsten Ruderboot zum Einsatz. Wenn es meinem Team und mir gelingt frühzeitig Sponsoren zu finden, werde ich ab der Sommersaison 2023 das Rudertraining mit meinem Wettkampfruderboot der „MARS“ durchführen! Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Krafttraining der primär betroffenen Muskeln. Hierzu zählen die Bein- und Armmuskulatur und nicht zu vergessen eine stabile Rumpfmuskulatur. Komplimentiert wird das Training durch Laufeinheiten, Radfahren, intensiven Bergwanderungen und meine täglichen Yoga Übungen. Auch wenn eine sehr gute körperliche Verfassung unabdingbar für das bewältigen solch einer körperlichen Herausforderung ist. Entscheidend für eine erfolgreiche Überfahrt sind jedoch nicht allein die „Muckies“! Nein, der entscheidende Faktor bin ICH mit meinem Denken und Bewerten meiner aktuellen Situation, in der ich mich gerade befinde. Das Bewältigen von plötzlich und unerwartet auftretenden Herausforderungen, die mir täglich gar stündlich entgegentreten können (Tag wie Nacht). Dem Wissen, dass ich mit jedem Problem erst einmal „alleine“ fertig werden muss. Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass ich mich mindestens 60 Tage nur mit mir und all den aufkommenden Fragen, die dabei entstehen, beschäftigen muss. Jetzt wird sich zeigen, was ich selbst aus meiner Ausbildung zum Professionell Sport Mental Coach anwenden und in der Praxis par excellence umsetzen befähigt bin.

Wofür das Ganze?

Seit ich Denken kann, zieht es mich als „Süßwasser Matrose“ vom Bodensee aus unerklärlichen Gründen aufs Meer. Mein 6-wöchiges Praktikum nach der Hauptschule auf der MS Ostwind mit Etappen Ziele in Luleá (Schweden), Oulu (Finnland), Nairn (Schottland) und Esberg (Dänemark). Während meiner vier Jahre dauernden Dienstzeit bei der Bundesmarine im seemännischen Dienst auf dem Versorger Saarburg habe ich zum ersten Mal den Atlantik mit all seiner Kraft am eigenen Leib erspüren dürfen. In der Stammcrew an Bord der Brigg Roald Amundsen mit Segeltörns rund um die Kanarischen Inseln. Vor mehreren Jahren entdeckte ich dann meine Leidenschaft zum Kajak fahren. All diese Unternehmungen prägen meine heutige Verbundenheit zum Meer.
Der große Traum, einmal über den „Teich“ zu fahren, war schon immer in mir und diesen persönlichen Traum werde ich jetzt in die Tat umsetzen.
Ich fühle mich bereits schon als ein Gewinner! Warum? Weil ich für alles dankbar bin, was ich schon in dieser kurzen Zeit mit meinem Projekt „Atlantik Überquerung“ erreicht habe. Jeden Tag fasziniert es mich aufs Neue, welche Energie ich in mir geweckt habe. Nur weil es mir gelungen ist auf meine innere Stimme zu hören und meine Vision in die Tat umzusetzen.
Ich habe mich auf einen Weg begeben, bei dem ich mich weiterentwickeln werde.

Unglaublich! Dabei hat dieser großartige Weg, auf dem ich mich jetzt befinde, nur mit einem einzigen Gedanken begonnen.

Will man Schweres bewältigen muss man es leicht angehen! (Berthold Brecht)

"An dieser Stelle möchte ich mich in Namen des gesamten Teams bei allen Unterstützern und Sponsoren herzlich bedanken."